Ein Projekt mit Potenzial

Hombruch kann Karibik. Und es kann gesund. Das zeigt der beliebte Stadtteil im Dortmunder Süden seit einigen Jahren. Im Sommer wird die tropische Beachparty „Hombruch karibisch“ auf dem Marktplatz gefeiert. Und im Herbst findet gleich nebenan die gut besuchte Gesundheitsmesse statt. Aber Hombruch kann noch mehr. Es kann auch Ausbildung. Mit der neuen Initiative „Hombruch bildet aus!“ möchte das Hombruch-Forum (HF) über die Ausbildungskompetenz vor Ort informieren. Gleichzeitig sollen noch breitere Brücken zwischen Ausbildungsinteressierten und Ausbildungsbetrieben gebaut werden.

Reinhard Kresse (v. l.), Jens Markötter, André Uhlich, Christiane Herzog, Peter Otworowski und Heinz-Herbert Dustmann mit der Botschaft des neuen HF-Projektes. (Foto: Viola Meding/Hombruch-Forum e. V.)

Was ist im Rahmen von „Hombruch bildet aus!“ geplant?

Einerseits stellt das Hombruch-Forum in lockerer Folge Ausbildungen und Ausbildungsbetriebe aus Hombruch und Umgebung vor. Die Berichte über ausbildende HF-Mitglieder werden mit allen wichtigen Kontaktdaten auf dieser Webseite veröffentlicht und als Pressemitteilung an die Redaktionen in der Region verschickt. Um die Suche auf der Webseite zu vereinfachen, sind unter „Aktuelles“ alle Beiträge, die im Zusammenhang mit dem Projekt stehen, am einheitlichen Schriftzug „Hombruch bildet aus“ zu erkennen.

Der Schriftzug weist auf alle Artikel hin, die im Rahmen des Projektes „Hombruch bildet aus!“ auf dieser Webseite veröffentlicht werden.

Andererseits bietet sich das Hombruch-Forum selbst als Gesprächspartner für Ausbildungs- und Praktikumsinteressierte an, die eine Stelle in dem Bereich suchen und dabei Hilfe brauchen. „Diese beiden Maßnahmen dürfen Sie sich als Stamm eines frisch gepflanzten Bäumchens vorstellen - im Jahr des 500. Reformationsjubiläums gerne auch als Apfelbäumchen in Luthers Sinne“, erläutert HF-Geschäftsführer Peter Otworowski. „Wir hoffen natürlich, dass dieses Apfelbäumchen nicht nur viele Früchte trägt, sondern auch weitere Äste entwickelt“, sagt der 55-Jährige. In welche Richtung diese Zweige wachsen, könne man in einem so frühen Stadium des Projektes noch nicht sagen, so der Sozialarbeiter.

Ein Informationsgespräch mit Ausbildungsbetrieben in benachbarten Schulen? Oder eine Ausbildungsmesse für Hombrucher Schülerinnen und Schüler, wie letzte Woche vom stellvertretenden Hombrucher Bezirksbürgermeister Ulrich Steinmann vorgeschlagen? „Wir sind für alles offen, müssen nur sehen, dass es von den beteiligten Partnern zu schultern ist“, betont Peter Otworowski. Es sei eben ein „Projekt mit viel Potenzial nach oben“, das sich entwickeln könne.

Warum wird „Hombruch bildet aus!“ ins Leben gerufen?

Durch den demografischen Wandel sind die Ausbildungszahlen rückläufig. Dies ist auch in Hombruch und Umgebung zu spüren. „Daher ist es für unsere Mitglieder wichtig, mit dieser Initiative die Attraktivität einer Ausbildung vor Ort ganz praktisch und hautnah erlebbar zu machen“, sagt Heinz-Herbert Dustmann, der Vorstandsvorsitzende des Hombruch-Forums. Als Geschäftsführer der Dula-Gruppe hat der Unternehmer erst vor einer guten Woche Apple-Chef Tim Cook die Vorteile des dualen Systems aus betrieblicher Ausbildung und Berufsschulbesuch erläutert. Als HF-Vorstandsvorsitzender bricht er nun eine weitere Lanze für dieses System. „In vielen Ländern der Welt werden wir dafür gelobt“, macht der renommierte Unternehmer deutlich. Er selbst ist ein gutes Beispiel: Vor dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in der Schweiz hat Heinz-Herbert Dustmann zwei betriebliche Ausbildungen als Tischler und Industriekaufmann erfolgreich abgeschlossen. „Diese Begeisterung für Ausbildung möchten wir nun unter regionalen Aspekten mit ‚Hombruch bildet aus!’ an die zukünftigen Generationen weitergeben“, sagt der HF-Vorstandsvorsitzende. Sollte sich im Rahmen der Initiative die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze ergeben, sei dies ein zusätzlicher Erfolg.

Was sagen Hombrucher Ausbildungsbetriebe zu „Hombruch bildet aus!“?

„Ich finde, dass ‚Hombruch bildet aus!’ eine Chance ist, um junge Menschen für Berufe zu interessieren, die vielleicht nicht so im öffentlichen Fokus stehen“, sagt Christiane Herzog von der Löwen-Apotheke am Markt. Gerade viele Handwerksberufe hätten schließlich Nachwuchssorgen, betont die Apothekerin, die in dem Projekt auch ein tolles „Buy local“-Argument sieht. So etwa in dem Sinne: „In Hombruch wird für die Zukunft ausgebildet, da kaufe ich doch gerne heute ein!“

Reinhard Kresse vom gleichnamigen Bäderstudio bildet durchgängig seit der Betriebsgründung vor 40 Jahren aus. Aktuell hat das Unternehmen drei Auszubildende im Bereich „Anlagenmechaniker Heizung - Sanitär“ bei 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt. Auch wenn Reinhard Kresse voraussichtlich dieses Jahr keinen neuen Azubi einstellen wird, verspricht er: „Wir bevorzugen Interessenten aus dem Bezirk Hombruch; die Nähe zum Betrieb und zum Bezirk ist für uns dabei wichtig.“

„Wir möchten, dass junge Menschen das Thema ‚Ausbildung’ als Alternative zum Studium nicht aus den Augen verlieren“, betonen André Uhlich und Jens Markötter von den Ergo Generalagenturen. Die beiden Kaufmänner für Versicherung und Finanzen haben in dem Versicherungsunternehmen ihre eigene Ausbildung absolviert und geben ihre langjährige Berufserfahrung jetzt an die eigenen Azubis weiter.

Wie lauten die Kontaktdaten für „Hombruch bildet aus!“?

  • Wer sich für eine Ausbildung oder ein Praktikum in Hombruch und Umgebung interessiert, kann sich mit dem Hombruch-Forum in Verbindung setzen.
  • Die HF-Geschäftsführung wird dann versuchen, Kontakte zwischen Interessenten und Betrieben herzustellen. Kontaktdaten: Hombruch-Forum e. V., Telefon 0231/ 71 00 213, info@hombruch-forum.de
  • Telefonisch ist das HF-Büro am besten dienstags von 10.00 bis 12.00 Uhr und donnerstags von 14.00 bis 16.00 Uhr erreichbar. Ansprechpartner ist Geschäftsführer Peter Otworowski.