Von St. Martin zu Friedrich Harkort

Einen Bogen vom vierten bis ins 19. Jahrhundert schlug der Hombrucher Martini-Sonntag 2016. Was sich sich auf den ersten Blick nach der Quadratur des Kreises anhört, gelang den Organisatoren vom Stadtbezirksmarketing Dortmund-Hombruch, der Schaustellerfamilie Erni und Leo Fichna sowie dem Hombruch-Forum (HF) mit zahlreichen weiteren Partnern hervorragend. Denn der heilige Martin, der unbestrittene Star jedes Martinifestes, erhielt starke regionale Unterstützung. Mit der ersten öffentlichen Ausstellung von 54 Friedrich-Harkort-Figuren erinnerten Kinder der Brüder-Grimm-Grundschule an den bekannten Industriepionier und Politiker aus dem 19. Jahrhundert. Die Figuren waren unter professioneller Anleitung des Hagener Künstlers Uwe Will im Rahmen des MeinFriedrich-Schulprojektes entstanden. Damit wurde die Idee des MeinFriedrich-Benefizkunstevents 2015 aufgegriffen und weitergedacht, die Dr. Helmut Franzen vom Lions Club Wetter (Ruhr) ins Leben gerufen hatte. Unterstützt wurde das Projekt vom Förderverein der Schule, vom Stadtbezirksmarketing und dem Hombruch-Forum.

Stolz präsentieren die Kinder ihre Harkort-Figuren auf dem Hombrucher Marktplatz. (Alle Fotos: Peter Otworowski/Hombruch-Forum e. V.)

Gleichzeitig war für weitere Attraktionen gesorgt: Peppina, die Ballonkünstlerin Uta Wedemeyer, begeisterte die zahlreichen Kinder, die zum Martini-Sonntag gekommen waren. Unermüdlich knüpfte sie Ballonblumen und -tieren. Der bekannte Korbflechter Wilhelm Burg aus Dortmund-Eichlinghofen präsentierte seine schönen Korb- und Flechtwaren. Umlagert war auch der Schminkstand der Jugendfreizeitstätte Hombruch. Am Stand der IG Hombruch präsentierten sich Vereine aus Hombruch und Umgebung. Die Messdiener der katholischen Kirchengemeinden sorgten für frische Waffeln. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigte der Feuerkünstler Cornelius von der Gruppe "Lacuna ad Ignem" einen Querschnitt seines Könnens. Während der verkaufsoffene Sonntag sich langsam seinem Ende zuneigte, begann mit dem größten Martinsumzug im Dortmunder Süden der unbestrittene Höhepunkt des Tages. Nicht zu vergessen die 850 Brezeln, die von Mitgliedern des Stadtbezirksmarketings nach der Mantelteilung verteilt wurden. Hombrucher Händler und der HF-Ausschuss "Herbst & Winter" hatten vorher den Weg des heiligen Mannes und Teile der Harkortstraße mit kleinen Lampions dekoriert. Trotz des nieseligen Novemberwetters immer wieder ein schönes Erlebnis.

Sehen Sie hier einige Impressionen des Tages …

Farbenfroh zeigten sich die Harkort-Figuren, die im Rahmen des MeinFriedrich-Schulprojektes entstanden waren.

Diese junge Künstlerin hatte sich sogar farblich passend zu ihrem Friedrich gekleidet.

Und auch diese junge Dame freut sich, dass ihre Friedrich-Figur ausgestellt wird.

Immer mit dabei: Eltern, Lehrerinnen und - nicht zu vergessen - das Klassenstofftier einer der beteiligten Klassen 4a und 4b der Brüder-Grimm-Grundschule.

Gerne ließen sich die jüngeren Besucherinnen und Besucher am Stand der Jugendfreizeitstätte Hombruch schminken.

Hier das Ergebnis. Das fröhliche Lachen vertreibt sogar die nieselige Novemberkälte.

Die Messdiener der katholischen Kirchengemeinden aus Hombruch und Umgebung sorgten mit leckeren Waffeln zudem für das innere Wohlbefinden.

Burning ring of fire: Nicht Johnny Cash, sondern der Feuerkünstler Cornelius von der Gruppe "Lacuna ad Ignem" zauberte Feuerringe in die frühe Dunkelheit.

Was will uns dieses Zeichen sagen? Erst Fotos mit längerer Belichtungszeit lassen die wahre Schönheit des Feuerzaubers erkennen.

Gleich mehrere Posaunenchöre begleiteten den Martinsumzug musikalisch.

Hans-Jürgen Grotjahn vom Stadtbezirksmarketing Dortmund-Hombruch (v. l.) und Bezirksbürgermeister Hans Semmler lasen auf dem Marktplatz die Martinslegende vor.

Darauf hatten alle gewartet: St. Martin - alias Ariane Kallenbach vom Reitverein Dortmund-Süd - teilt den Mantel mit dem Bettler. In Zeiten der Gleichberechtigung darf der arme Mann selbstverständlich wie in diesem Falle auch mal eine arme Frau sein. Und wir wollen nicht wissen, wie viele der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer sich bei Regen und Novemberkälte gewünscht hätten, ebenfalls ein Eckchen des wärmenden Kleidungsstück zu ergattern …