Hombrucher Martini-Sonntag 2016

Martini-Sonntag am 6. November 2016 in Hombruch! Ganz klar, da dreht sich doch alles um den berühmtesten Mantelteiler der Weltgeschichte. Alles? Nicht absolut alles! Der ehemalige römische Soldat und spätere Bischof von Tours bekommt in diesem Jahr zahlenstarke regionale Unterstützung. 54 Kinder der Brüder-Grimm-Grundschule präsentieren die Friedrich-Harkort-Figuren, die sie im Rahmen des MeinFriedrich-Schulprojektes gemeinsam mit dem Hagener Künstler Uwe Will gestaltet haben. Selbstverständlich will der Industriepionier und Politiker St. Martin nicht den Rang ablaufen. Daher wird die Ausstellung rechtzeitig vor dem Beginn des größten Martinsumzuges im Dortmunder Süden beendet werden, sodass alle Kinder und deren Eltern dem heiligen Mann auf seinem Pferd durch die Hombrucher Straßen folgen können. Außerdem dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf den verkaufsoffenen Sonntag, das beliebte Kinderkarussell, Uta Wedemeyer mit ihrem Ballon-Spaß, eine Gauklertruppe, Korbflechter Wilhelm Burg, Kinderschminken sowie Leckeres für Gaumen und Kehle freuen. Dazu laden die Schausteller Erni und Leo Fichna in Kooperation mit dem Stadtbezirksmarketing Dortmund-Hombruch und dem Hombruch-Forum (HF) am 6. November 2016 von 13:00 bis 20:00 Uhr auf und um den Hombrucher Marktplatz ein. Verkaufsoffener Sonntag ist von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Die Akteure und Partner des Hombrucher Martini-Sonntags 2016 stellen das Programm vor. (Alle Fotos: Peter Otworowski/Hombruch-Forum e. V.)

Bereits zum zweiten Mal in Folge kann der bekannte Hombrucher Martini- und Bauernmarkt nicht wie gewohnt mit seinem etwas umfangreicheren Programm stattfinden. „Wegen einer Terminüberschneidung konnten wir leider nicht die Agentur verpflichten, die in den letzten Jahren den Martini- und Bauernmarkt organisiert hatte“, bedauert Bezirksbürgermeister Hans Semmler, der Vorsitzende des Stadtbezirksmarketings Dortmund-Hombruch. Für das Gremium, in dem die Marketingkräfte des Stadtbezirks gebündelt werden, eine Situation, die besondere Lösungen erforderte. „Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern haben wir das erneut als Herausforderung angesehen und alle Register gezogen, um unseren Besucherinnen und Besuchern ein etwas anderes, aber ebenso schönes Martinsfest wie in den letzten Jahren zu bieten“, ist Hans Semmler überzeugt. Für den Bezirksbürgermeister keine Frage: „Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall!“

Ausstellung von 54 Harkort-Figuren: Regionalgeschichte mit den eigenen Händen gestalten

Fußballgrößen wie Ronaldo und Aubameyang oder Zauberer wie Harry Potter sind die Stars der heute Neun- und Zehnjährigen. Bei 54 Kindern der Brüder-Grimm-Grundschule macht momentan wahrscheinlich eher ein etwas älterer Herr das Rennen. Friedrich Harkort ist für die Mädchen und Jungen der Klassen 4a und 4b aktuell ein richtiger Superstar. Im Rahmen des MeinFriedrich-Schulprojektes konnten sie ihre eigene Harkort-Figur gestalten. Nach einer kleinen internen Ausstellung in der Schule werden die 54 Figuren nun erstmalig am Martini-Sonntag öffentlich präsentiert und können von 13:00 bis 16:30 Uhr auf dem Hombrucher Marktplatz besichtigt werden.

Matthias Dahlhausen (v. l.), Charlotte Reissenberger und Florian Tebbe aus der Klasse 4b der Brüder-Grimm-Grundschule mit einigen Harkort-Figuren, die im Rahmen des MeinFriedrich-Schulprojektes entstanden sind und während des Martini-Sonntags ausgestellt werden.

„Die Kinder haben sehr gut mitgemacht“, freut sich Uwe Will. Der bekannte Hagener Künstler hat das Projekt professionell begleitet und ist von der Motivation der Schülerinnen und Schüler restlos begeistert. „Das hat richtig viel Spaß gemacht“, sagt Uwe Will, der ähnliche Aktionen zu anderen Themen bereits mit verschiedenen Schulen durchgeführt hat. Allen Figuren gemeinsam sind die Köpfe, die der Künstler sozusagen seriell vorbereitet hat. Aus Papier, Ton und Farbe haben dann die Kinder die jeweiligen Körper der Figuren gestaltet. „Es ist mir wichtig, dass das möglichst individuell erfolgt; daher lasse ich die Kinder einfach ihre eigenen Gedanken verarbeiten“, erklärt Uwe Will. Als kleinen Anhaltspunkt konnten sich die jungen Künstlerinnen und Künstler an einer MeinFriedrich-Skulptur orientieren, die das Hombruch-Forum der Schule zum Projektauftakt geschenkt hatte. „Bereits an dem Tag war die Begeisterung der Kinder für Friedrich Harkort hautnah spürbar“, erinnert sich der HF-Vorstandsvorsitzende Heinz-Herbert Dustmann, der gemeinsam mit Christian Dreier, dem Vorsitzenden des HF-Ausschusses „Kinder & Jugend“, die Skulptur übergeben hatte. So ganz nebenbei hat das MeinFriedrich-Schulprojekt auch dazu beigetragen, das Wissen der Schülerinnen und Schüler über Friedrich Harkort noch weiter zu verbessern. „Bei der Gestaltung der Figuren wurde deutlich, wie viel sie schon über Harkort wissen“, schildert Uwe Will seine Beobachtungen.

Der erste Anstoß zum Projekt war übrigens von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3b (jetzt 4b) selbst gekommen. Nachdem sie sich im Unterricht mit der Geschichte Hombruchs und der großen Bedeutung Friedrich Harkorts für den Stadtteil beschäftigt hatten, fragten sie sich, warum es denn kein Harkort-Fest in Hombruch gäbe, und schrieben Bezirksbürgermeister Hans Semmler einen Brief. Der besuchte die Kinder in der Brüder-Grimm-Grundschule, berichtete von seiner eigenen Schulzeit (in der gleichen Schule) und setzte sich unter anderem auch mit der Frage des Harkort-Festes auseinander.

Auf Anregung von HF-Geschäftsführer Peter Otworowski, der darin einen guten Ansatzpunkt zur Fortsetzung des MeinFriedrich-Benefizkunstevents 2015 sah, trafen sich Bezirksbürgermeister Hans Semmler, Schulleiterin Anita Böhler, Klassenlehrerin Claudia Eberts und Rechtsanwalt Christian Dreier, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Brüder-Grimm-Grundschule und Vorsitzender des HF-Ausschusses „Kinder & Jugend“, mit Dr. Helmut Franzen vom Lions Förderverein Wetter (Ruhr), dem Initiator des MeinFriedrich-Benefiz   kunstevents. Unter Einbeziehung von Uwe Will wurde schließlich das MeinFriedrich-Schulprojekt entwickelt, mit dessen Präsentation der Martini-Sonntag auch zu einem Friedrich-Harkort-Fest wird - wie es sich die Schülerinnen und Schüler gewünscht haben.

Dr. Helmut Franzen vom Lions Club Wetter (Ruhr) hat den Kontakt zum Hagener Künstler Uwe Will (v. l.) hergestellt.

„Welch eine großartige Erfahrung ist es für unsere Kinder, dass sich auf ihre Eigeninitiative hin solch ein Projekt entwickelt hat und dass man sieht, dass auch ‚kleine Leute’ ernst genommen werden sollten und auch wurden“, freut sich Schulleiterin Anita Böhler und bringt es auf den Punkt: „Eine wichtige Erfahrung auf dem Weg der Kinder zu mündigen Erwachsenen!“ Der Verein der Freunde und Förderer der Brüder-Grimm-Grundschule zeigt sich ebenso begeistert. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt für die Schülerinnen und Schüler der beiden Abschlussklassen mit ermöglichen konnten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Christian Dreier.

Das MeinFriedrich-Schulprojekt wird vom Stadtbezirksmarketing Dortmund-Hombruch, dem Verein der Freunde und Förderer der Brüder-Grimm-Grundschule und dem Hombruch-Forum unterstützt. Zelte und Tische für die Ausstellung stellt die Kinder- und Jugendförderung des Dortmunder Jugendamtes im Stadtbezirk Dortmund-Hombruch zur Verfügung.

Der größte Martinsumzug im Dortmunder Süden

Um 18.00 Uhr sammeln sich die Kinder in der Fußgängerzone Harkortstraße/Ecke Singerhoffstraße zum traditionellen beliebten St.-Martinszug mit vielen Laternen. Über 800 große und kleine Gäste nahmen im letzten Jahr teil. Der Martinszug führt durch folgende Straßen: Start: Harkortstraße/Ecke Singerhoffstraße, Singerhoffstraße – Schleppbahnstraße, Tannenstraße – Kuntzestraße – Domänenstraße - bis auf den Hombrucher Marktplatz.

Ein Archivfoto aus dem letzten Jahr: Nach dem Ritt durch die Hombrucher Straßen erreichte St. Martin - alias Ariane Kallenbach vom Reitverein Dortmund-Süd - mit seiner vielhundertköpfigen Schar den Marktplatz.

Dort wird die St. Martinslegende von Bezirksbürgermeister Hans Semmler und Hans-Jürgen Grotjahn vom Stadtbezirksmarketing vorgelesen. St. Martin teilt dabei seinen Mantel (Zeitrahmen etwa zehn Minuten). Wir freuen uns, dass Ariane Kallenbach vom Reitverein Dortmund-Süd mit ihrem Pferd wieder den Martinszug anführt und gemeinsam mit einer Vereinskollegin die Mantelteilung während des Vorlesens der Martinsgeschichte auf dem Marktplatz nachspielt.

Im Anschluss daran verteilen die Mitglieder des Stadtbezirksmarketings kostenlos 850 leckere Brezeln an die Kinder des Martinszuges. Musikalisch begleitet wird der Martinsumzug vom Werksorchester der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21). Auf dem Marktplatz spielt der Posaunenchor „Sankt Nicolai“. Zwölf Verkehrskadetten der Verkehrswacht sorgen traditionell für die Sicherheit auf den Straßen während des Umzuges.

Lampions begleiten den Weg von St. Martin

Was wäre St. Martin ohne die vielen bunten Lichter, die alle Kinder zum Umzug mitbringen? Das ist schön, aber reicht den Hombrucherinnen und Hombruchern noch nicht. Für den heiligen Reiter soll es ganz besonders leuchten. Daher wird der HF-Ausschuss „Herbst & Winter“ Teile des Weges von St. Martin mit kleinen Lampions, die an den Hauswänden aufgestellt werden, besonders festlich gestalten. Gleichzeitig bittet das Hombruch-Forum die Geschäftsleute der Harkortstraße, vor ihrem Geschäft baugleiche Lampions aufzustellen.

Deren „Herstellung“ ist denkbar einfach: In eine Butterbrottüte wird etwas Vogelsand gestreut, in den ein Teelicht gestellt wird. Die Lampions sollen dann entlang der Hauswände im Abstand von circa einem Meter aufgestellt werden. „Damit alle Kerzen zur gleichen Zeit brennen, bitten wir Sie, sie ab 16:45 Uhr anzuzünden“, sagt Dorothea Orefice, die Vorsitzende des HF-Ausschusses „Herbst & Winter“. Wer Fragen hat, kann sich gerne telefonisch unter 0231/ 71 03 34 mit Dorothea Orefice von der Boutique Maedy's Fashion in Verbindung setzen.

Wilhelm Burg zeigt traditionelles Flechthandwerk

Der bekannte Korbflechter Wilhelm Burg (Foto) aus DO-Eichlinghofen präsentiert am Martini-Sonntag seine schönen Korb- und Flechtwaren. Eine gute Gelegenheit, um die traditionell in Handarbeit entstandenen Produkte zu betrachten, sich zu informieren und vielleicht auch das eine oder andere gute Stück zu kaufen. Sollte das Wetter es erlauben, wird Wilhelm Burg außerdem direkt vor Ort zeigen, wie leicht ihm das Stuhlflechten von der Hand geht.

Ballon-Spaß mit Peppina (Uta Wedemeyer)

Viel Spaß werden besonders die jüngeren Gäste des Festes mit Peppina, der Ballonkünstlerin Uta Wedemeyer (Foto), haben. Auf Einladung des Hombruch-Forums besucht die Baroperin von 14:00 bis 17:00 Uhr die Hombrucher City und wird für die Kinder die verschiedensten Ballonfiguren zaubern. Je nach Wetterlage wird sie über Marktplatz und Harkortstraße gehen oder verschiedene Geschäfte aufsuchen, um aus Luftballons tolle Pferde und Hunde, die Schlange Ka oder Marienkäfer-Armbänder, Blumen, Dinos, Monster und vieles mehr entstehen zu lassen. „Die bunten Ballons zaubern selbst im Novembernebel sofort Sonne in Kinderherzen“, sagt Uta Wedemeyer, die freiberuflich außerdem noch als Clowntherapeutin, Dozentin und überLebensKünstlerin tätig ist.

Feuershow mit Fem Fire

Lassen Sie sich von der Feuershow mit Fem Fire begeistern. Zwischen 17:00 und 17:45 Uhr sorgen sie auf dem Hombrucher Marktplatz für feurige Stimmung.

Die Jugendfreizeitstätte Hombruch bietet Kinderschminken an

Tatkräftig unterstützt auch die Kinder- und Jugendförderung des Dortmunder Jugendamtes im Stadtbezirk Hombruch das Programm des Martini-Sonntags. Das Team der Jugendfreizeitstätte Hombruch bietet auf dem Festgelände Kinderschminken an.

Infostand der IG Hombrucher Vereine

An einem gemeinsamen Infostand präsentieren Mitgliedsvereine ihre Aktivitäten.

Leckeres für Kehle und Gaumen

Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, ist am Martini-Sonntag auch dafür gesorgt. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der katholischen Kirchengemeinde St. Clemens werden direkt vor Ort leckere Waffeln backen. Neben Reibekuchen und Bratwürstchen gibt es auch Schmackhaftes, um den Durst zu löschen.

Verkaufsoffener Sonntag

Zum Martini-Sonntag findet der dritte und letzte verkaufsoffene Sonntag des laufenden Jahres in Hombruch statt. An diesem Tag dürfen alle Geschäfte im Stadtbezirk von 13:00 bis 18:00 Uhr öffnen und ihre Waren verkaufen. „In Verbindung mit den Hombrucher Festen sind die verkaufsoffenen Sonntage immer wieder eine gute Gelegenheit, damit noch mehr Menschen unseren besonderen Stadtteil kennenlernen und seine Attraktivität hautnah erleben können“, sagt Heinz-Herbert Dustmann, der Vorstandsvorsitzende des Hombruch-Forums. Zahlreiche Händler werden in der Hombrucher City ihre Pforten öffnen und zum entspannten Bummeln und Einkaufen einladen. „Genau der richtige Zeitpunkt, um frühzeitig die ersten Geschenke für Weihnachten zu kaufen“, schätzt Heinz-Herbert Dustmann.