Unternehmertreffen mit Thorsten Hoffmann

Flüchtlingspolitik. Kampf gegen politischen und religiösen Extremismus. Und: Kampf gegen Einbruchskriminalität. Das ist nicht unbedingt leichte Kost. Nicht das, was man unter einem entspannten Feierabend versteht. Trotzdem stellte sich das jüngste Hombrucher Unternehmertreffen genau diesen Themen. Dazu hatte das Hombruch-Forum (HF) seine Mitglieder ins Dula-Center eingeladen. Fachkundiger Gesprächspartner der unternehmerisch Tätigen aus Hombruch und Umgebung war der Bundestagsabgeordnete Thorsten Hoffmann.

Blumen für Thorsten Hoffmann (Mitte): Der HF-Vorstandsvorsitzende Heinz-Herbert Dustmann (links) und HF-Vorstand Wolfgang Koners (rechts) bedanken sich bei dem Bundestagsabgeordneten für den Besuch beim Hombrucher Unternehmertreffen. (Foto: Peter Otworowski/Hombruch-Forum e. V.)

„Man muss die Dinge offen ansprechen“, sagte der Abgeordnete bei dem Treffen. Ganz im Sinne dieses Mottos nahm Thorsten Hoffmann kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen vorsichtig sein“, warnte er vor politischem Extremismus vom rechten und linken Spektrum. Auch wenn der Salafismus in Dortmund noch nicht so stark vertreten sei, sei das eine weitere ernstzunehmende Bedrohung, die nicht unterschätzt werden dürfe, sagte der Politiker, der seit Januar 2015 im Bundestag sitzt und seit 2009 Mitglied des Dortmunder Stadtrates ist. „Wenn Sie bei jungen Menschen in Ihrer Nachbarschaft Veränderungen in diese Richtung beobachten, rufen Sie ruhig die Polizei unter 110 an“, appellierte Thorsten Hoffmann, selbst 34 Jahre im aktiven Polizeidienst, an seine Zuhörerinnen und Zuhörer.

Tacheles redete der CDU-Bundestagsabgeordnete auch bei der Flüchtlingspolitik. „Wir haben keine Zeit mehr“, erklärte er und brach eine Lanze für die schnelle Änderung des Asylrechts, die vor Kurzem umgesetzt worden war. Eindrucksvoll berichtete Thorsten Hoffmann von seinem Besuch in irakischen Flüchtlingslagern und schlussfolgerte: „Wir müssen bereits in den Herkunftsländern helfen.“ In der sehr angeregten Diskussion mit den HF-Mitgliedern wurde deutlich, dass man trotz aller Menschlichkeit „nicht die Welt retten“ könne und immer fragen müsse: „Wie aufnahmefähig sind wir?“ Gerade im Angesicht der aktuell kippenden Hilfsbereitschaft, warnte Thorsten Hoffmann allerdings auch vor Verallgemeinerungen und erklärte, dass man nur „durch Ehrlichkeit weiterkomme“.

„Das ist ein toller Bundestagsabgeordneter, der mit Herzblut dabei ist“, fasste der HF-Vorstandsvorsitzende Heinz-Herbert Dustmann am Ende des spannenden Abends die Empfindungen der Anwesenden zusammen und betonte: „Freiheit und Sicherheit sind zwei wichtige Basen, die wir schützen müssen.“ Man müsse Menschen Perspektiven und Bildung bieten, erklärte der renommierte Unternehmer.