MeinFriedrich-Benefizkunstevent 2015

Friedrich Harkort ist in Hombruch allgegenwärtig. Die Haupteinkaufsstraße ist nach dem Industriepionier benannt. Eine Grundschule und eine Apotheke tragen seinen Namen. Ganz zu schweigen von den mittlerweile zwei Harkort-Denkmälern, die an den Vater des Ruhrgebiets erinnern. Lässt sich das steigern? Auf jeden Fall!

Drei MeinFriedrich-Figuren haben schon einmal den Ausstellungsort auf dem Hombrucher Marktplatz getestet. (Alle Fotos: Peter Otworowski/Hombruch-Forum e. V.)

Am Martini-Sonntag, 8. November 2015, wird Dortmunds beliebtestes Nebenzentrum Teil des MeinFriedrich-Benefizkunstevents  2015. Von 13.00 bis 17.00 Uhr werden 15 Friedrich-Harkort-Skulpturen, die der Konzeptkünstler Professor Ottmar Hörl geschaffen hat, auf dem Hombrucher Marktplatz präsentiert. Nach Hagen, Herdecke, Wetter und Witten ist dieses Kunstprojekt dort angekommen, wo Friedrich Harkort viele Jahrzehnte seines Lebens verbracht hat und schließlich auch gestorben ist. Es ist die einzige MeinFriedrich-Ausstellung in Dortmund. Initiator des Benefizprojektes ist der Lions Club Wetter (Ruhr). Von Beginn an lag der Fokus auf der „Harkort-Region“. Denn betrachtet man Leben und Wirken von Friedrich Harkort, so muss man Dortmund (Hombruch), Hagen (Haspe, Westerbauer), Herdecke, Wetter (Ruhr) und Witten einbeziehen, wobei Schwerpunkte seiner Aktivitäten sicher in Hagen, Wetter und Dortmund lagen.

Bei dem Benefizkunstevent „MeinFriedrich“ geht es darum, Friedrich Harkort in Form eines modernen Kunstwerks in öffentlichen Ausstellungen zu ehren und an sein Wirken zu erinnern. Damit sollen Zukunftsorientierung und Selbstbewusstsein der Städte in der Harkort-Region sowie der Zusammenhalt der Städte untereinander gefördert werden.

Als Künstler bot sich der international renommierte Prof. Ottmar Hörl an. Seit vielen Jahren realisiert Ottmar Hörl Kunstinstallationen mit sog. „seriellen Skulpturen“ im öffentlichen Raum, wie beispielsweise  mit Karl dem Großen in Aachen (2014), Johann Wolfgang von Goethe in Frankfurt (2014), Karl Marx in Trier (2013), Martin Luther in Düsseldorf und Wittenberg (2010) und Richard Wagner in Bayreuth (2013).

Ottmar Hörl gestaltete in einem aufwändigen mehrstufigen Entwicklungsprozess ein Wachsmodell Friedrich Harkorts, das zur Herstellung einer Kupfer-Nickel-Gießform für die Produktion von 125 qualitativ hochwertigen Skulpturen aus Kunststoff verwendet wurde, die der Öffentlichkeit im Rahmen von insgesamt acht Mini- (3 Skulpturen), Midi- (15 Skulpturen) und Maxi-Ausstellungen (125 Skulpturen) in der Harkort-Region vorgestellt wurden. Die Ausstellung während des Martini-Sonntages am 8. November in Hombruch ist die neunte und letzte Ausstellung.

Partner des Lions Club Wetter (Ruhr) für die Dortmunder Ausstellung sind das Hombruch-Forum, das Stadtbezirksmarketing DO-Hombruch und der Lions Club Dortmund-Hanse.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Projekt auf die Bedeutung von Friedrich Harkort für Dortmund-Hombruch hinweisen können“, betont Heinz-Herbert Dustmann, der Vorstandsvorsitzende des Hombruch-Forums. „Wir wollen damit die gute Sache gerne unterstützen“, erklärt Dr. Felix Tenbieg, der Präsident des Lions Clubs Dortmund-Hanse.

Wer eine oder mehrere der MeinFriedrich-Figuren sein Eigen nennen möchte, um den freundlichen Herrn mit der flotten Haartolle in Büro, Geschäft und/oder Wohnung aufzustellen, kann sie käuflich erwerben. Die nachtblauen und purpurroten Figuren kosten 350 Euro pro Stück. Die signierte und limitierte Sonderedition in anthrazitgrauer Farbe kostet 700 Euro pro Stück. Die Figuren bestehen aus hochwertigem PVC, sind circa 105 Zentimeter groß und wiegen etwa 5,3 Kilogramm.

Der Nettoerlös des MeinFriedrich-Benefizkunstevents 2015 wird den Ortsverbänden des Kinderschutzbundes in der Harkort-Region für definierte Projekte zur Verfügung gestellt.

Kontakt: Lions Förderverein Wetter (Ruhr), c/o Dr. Helmut Franzen, Grünstraße 31, 58313 Herdecke, meinfriedrich@web.de, www.meinfriedrich.de , Telefon 0 23 30/ 97 33 27, Mobilfunk 0172/ 27 07 901

Gruppenbild mit Friedrich Harkort: Hans Semmler (links) und Dr. Helmut Franzen (rechts) mit drei MeinFriedrich-Figuren und dem Harkort-Denkmal auf der Harkortstraße.

Vortrag von Tilo Cramm zur Bedeutung von Friedrich Harkort für Hombruch

Wer im Angesicht der vielen MeinFriedrich-Figuren sein Wissen über Friedrich Harkort auffrischen möchte, sollte am Martini-Sonntag um 15.00 Uhr in das Südwest-Forum an der Harkortstraße 55 kommen, direkt neben der Evangelischen Kirche am Markt. Tilo Cramm wird über die Bedeutung von Friedrich Harkort für Hombruch sprechen. Er wird dabei auch interessante Bilder aus dem Leben des Industriepioniers zeigen.

„Friedrich Harkort war nicht nur ein bedeutender Westfale und Deutscher, sondern ein bis heute hoch angesehener Industriepionier, Bildungs- und Sozialreformer. In Bezug auf Hombruch und Dortmund ist festzustellen, dass er die Initialzündung für den Aufschwung der Eisenindustrie gab und gemeinsam mit den Steinkohlenzechen letztlich die wirtschaftliche Grundlage für den heutigen Dortmunder Stadtbezirk Hombruch schuf“, sagt Tilo Cramm, der sich unter anderem mit seinem Werk „Die Hombrucher Montangeschichte“ als großer Kenner der Hombrucher Heimatgeschichte ausgewiesen hat.

„Mit der Ausstellung der Harkort-Skulpturen und dem Vortrag von Tilo Cramm über Friedrich Harkort wollen wir die Bedeutung von Harkort für Hombruch wieder verstärkt bewusst machen“, betont Bezirksbürgermeister Hans Semmler, der Vorsitzende des Stadtbezirksmarketings.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Tilo Cramm wird am 8. November 2015 um 15.00 Uhr den Vortrag über Friedrich Harkort im Südwest-Forum an der Harkortstraße 55 halten.

Die Ausstellung vor der Ausstellung: MeinFriedrich im Gemeindebüro

Als Einstimmung auf die Ausstellung während des Martini-Sonntages werden ab sofort drei MeinFriedrich-Figuren im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Dortmund-Südwest an der Harkortstraße 55 ausgestellt. Dort stehen sie nicht nur in unmittelbarer Nähe des Harkort-Denkmals auf der Harkortstraße. Sie können bis zum Martini-Sonntag auch rund um die Uhr von Passantinnen und Passanten besichtigt werden. Zu den üblichen Öffnungszeiten des Gemeindebüros freuen sich die MeinFriedrich-Figuren übrigens auch über jeden persönlichen Besuch.

Gemeindesekretärin Sabine Sickert und Dr. Helmut Franzen vom Lions Club Wetter (Ruhr) freuen sich über die Ausstellung vor der Ausstellung.